2.Tag: Dauerregen - na und!

So manch ein Elternteil wird seine eigenen Kinder am Dienstagnachmittag nur noch an der Stimme erkannt haben. Von Kopf bis Fuß mit Schlamm verkrustet kamen viele Schüler nach stundenlanger Arbeit im Dauerregen völlig durchnässt zu Hause an. Dabei Zwang sie keiner zu der Arbeit im Freien: Viele Projektleiter der Außenprojekte legten lange Pausen ein, um ein Aufwärmen und Trocknen zu ermöglichen. Doch das wollten die Kinder und Jugendlichen nicht. Viele genossen sichtlich das Bad im Matsch.
Der zweite Tag der Arbeitswoche wurde vom Thema "Beton" beherrscht. Bereits morgens trafen sich die Projektleiter, die Beton benötigten, zu einem ersten Treffen. Es wurden Teams zusammengestellt, um die unglaubliche Menge von 9m³ Beton so schnell verarbeiten zu können, dass er nicht abbindet. Sensationell dann auch die geleistete Arbeit: 50 Helfer, Schüler, Eltern, Lehrer karrten diese ungeheure Menge graue Masse unter widrigsten Bedingungen in der geplanten Zeit in die vorbereiteten Fundamentlöcher. Toll auch der Einsatz der Fallschutztruppe auf dem oberen Hof: Hier wurden von ungelernten Arbeitern 32m Randsteine nach einem genauen Plan in Beton gesetzt. Der Fortschritt bei allen anderen Projekten war ebenfalls bemerkenswert: Aus den Werkräumen im Keller erklangen die ersten Töne der von Schülern gebauten Cajons (Schlagzeuge), die Bilder an den Wänden im Textilraum, der Küche, des GTS-Raums und der Naturwissenschaften nahmen Formen an.
Lecker auch die Verpflegung am zweiten Tag, dem italienischen Tag. Lange Schlangen bildeten sich vor den Verkaufsständen im Forum, denn es gab Pizza. Mit Hilfe des Café Bahnhofs und unter Ausnutzung aller Reserven der Schulküche wurde blechweise Pizza "rausgehauen".
Unsere Befürchtungen, das Wetter könnte sich auf die Arbeitsmoral der Schüler und Projektleiter auswirken, trafen nicht zu, im Gegenteil. Eine "Jetzt-erst-recht"-Stimmung machte sich breit und die Schulgemeinschaft zeigte sich von seiner beeindruckensten Seite. Wir können sehr stolz sein, mit solchen tollen Schülern, Eltern und Kollegen arbeiten zu können.

1.Tag: Euphorie und Tatkraft

Als heute morgen die 500 Schülern mit ihren Projektleitern und den vielen Helfern sich im Forum versammelten, war die Anspannung bei allen deutlich zu spüren. Natürlich freuten sich die Kinder und Jugendlichen darüber, dass der reguläre Unterricht ausfiel. Aber gespannt, was ihr Arbeitstag wohl bringen wird, waren sie dennoch. Auch so mancher Projektleiter erlebte eine schlaflose Nacht und ackerte die ständig wieder aufkommenden Fragen durch: Bekomme ich alle 18 Schüler den Vormittag beschäftigt? Reicht das bestellte Material tatsächlich aus? Was mache ich, wenn es dann doch regnet?
In ihren kurzen Anprachen wünschten Herr Martin (Schulleiter), Herr Axel Haas (Bürgermeister der VG Kirchheimbolanden) und Herr Lander (für den Sponsor Sparkasse Donnersberg) der Projektwoche einen guten, unfallfreien und erfolgreichen Verlauf.
Was danach geschah, hatte die Schule bis zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt: Kolonnen an Schülern fuhren mit Schubkarren zu ihren Baustellen, Malerteams machten sich an die Arbeit, Schüler aller Altersklassen entfernten Pflaster, bauten Gerüste, begannen zu kochen. Es war, als hätte man mit einem Stock einen Ameisenhaufen umgerührt, so wuselig aber geordnet ging es zu. Nach den ersten Spatenstichen und Pinselstrichen wich dann auch die Anpsannung und die Teams legten so richtig los. Innerhalb von zwei Stunden wurden 70m² Betonpflaster entfernt, ein Loch auch 90cm Tiefe getrieben, ... . Bereits nach vier Stunden meldeten einige Projektgruppen, dass ihr Tagesziel erreicht wurde.
Wir alle sind gespannt, ob die Tatkraft und die Euporie auch in den kommenden vier Projekttagen anhält.

…und dann bekommen sie Windeln an.

Das Thema Alkohol war Inhalt des zweiten WIKI-Aktionstages an der Realschule plus in Kirchheimbolanden. Drastisch und erschütternd erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Rundlauf durch 9 Stationen die Folgen alkoholischer Exzesse von Jugendlichen.
Zu Beginn stand ein Trinkspiel bei dem es darum ging, wer innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein Wort nicht vervollständigen konnte. Die „Strafe“ für ein Versagen bei der Aufgabe war das symbolische Trinken eines Glases Wodka. In kürzester Zeit sammelten so die Jugendlichen aus den teilnehmenden Klassen eine große Anzahl an „Wodkagläsern“. Den Promillewert aus diesem Trinkspiel musste dann jeder Teilnehmer an der nächsten Station mit Hilfe eines PC-Programms ermitteln. Erstaunte Gesichter gab es bei der Langzeitwirkung von Alkohol: Viele Jugendliche waren über „ihre Promillewerte“ am nächsten Tag schwer beeindruckt. An weiteren Stationen ging es dann um die Beeinträchtigungen bei verschiedenen Betrunkenheitszuständen, Erfahrungsberichte von jugendlichen Alkoholkranken und um Therapiemöglichkeiten. Viel Aufsehen erzeugt auch ein Videointerview mit einem Polizisten der Kirchheimbolander Polizeiinspektion. Mehr als deutlich zeigte der Polizist darin die rechtlichen Folgen von Trunkenheit bei Jugendlichen auf.
Wer als Schüler oder als Schülerin seinen Laufzettel an den verschiedenen Stationen gefüllt hatte, durfte mit Hilfe eines Filmes Einblick in eine Nacht im Kinderkrankenhaus einer deutschen Großstadt nehmen. Fünf vollkommen betrunkene und hilflose Jugendliche wurden in der Dokumentation begleitet – ein Beitrag, der den Jugendlichen nochmals drastisch die Augen öffnete. Am EKG hängend, die Brechschüssel unter dem Kinn und eine Windel an, dazu die Schilderungen des Klinikpersonals und der Angehörigen - sicherlich wurde der eine oder andere Zuschauer zum Nachdenken angeregt.

Die „WIKIs“, so der Name der Gruppe unter der Leitung der Verbindungslehrerin Frau Poetsch, fanden sich durch einen Wettbewerb der Volksbank Alzey. Unter dem Titel „Wir machen uns stark gegen Drogen, Gewalt und Schulden!“ konnten Schulen eigene Konzepte entwickeln und einreichen. Mit dem zweiten Aktionstag innerhalb eines halben Jahres, erhofft sich die Gruppe natürlich ein Weiterkommen.

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