GvN-Themenwoche: Unsere Flaschenpost geht auf Reise – Abschluss der Thementage
Zum Abschluss der Thementage gestalteten alle Klassen eine ganz besondere Erinnerung- eine eigene Flaschenpost. Mit viel Kreativität, Sorgfalt und persönlichen Gedanken entstanden kleine Botschaften, die die Erlebnisse dieser besonderen Woche festhalten. Die Kinder schrieben über ihre Wünsche, ihren Lernzuwachs und die Eindrücke aus den vergangenen Tagen. Andere erklärten in ihren Nachrichten, wer Georg von Neumayer war und weshalb Forschen auch heute für unsere Zukunft von großer Bedeutung ist. Anschließend wurden die Texte sorgfältig zusammengerollt, in Flaschen gefüllt und verschlossen. Das Schönste daran ist, dass alle Kinder ihre Flaschenpost mit nach Hause nehmen dürfen, als bleibende Erinnerung an Thementage voller Ideen, spannender Fragen und echter Entdeckerfreude. Warum gerade eine Flaschenpost?Die Flaschenpost ist ein bewusst gewähltes Symbol. Georg von Neumayer sammelte Daten, verglich Beobachtungen und knüpfte ein weltweites Netzwerk des Wissensaustauschs über Kontinente hinweg.
Genau dafür steht auch die Flaschenpost: Sie trägt Gedanken über Grenzen hinaus, verbindet Menschen und weckt Neugier auf die Geschichten dahinter. Diese besondere Stimmung war am Abschlusstag vor den Osterferien überall spürbar. Ein herzlicher Dank gilt all unseren Lehrkräften, die mit viel Engagement und Herzblut die Workshops vorbereitet und begleitet haben. Ebenso danken wir unseren Schülerinnen und Schülern, die mit Kreativität, Teamgeist und großer Begeisterung diese Thementage zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Mit unserer Flaschenpost schicken wir nicht nur Worte auf die Reise, sondern auch ein kleines Stück Entdeckergeist, ganz im Sinne von Georg von Neumayer.Wer weiß, wo unsere Flaschenpost-Botschaften eines Tages ankommen und welche neuen Geschichten dort beginnen?
GvN-Themenwoche: Liveschaltung: Neumayerschule (Kibo) – Neumayer III (Antarktis)
Am Donnerstag, den 26.03.2026 stand der Höhepunkt der Thementage auf dem Programm: Die Live-Schaltung zur Forschungsstation Neumayer III in der Antarktis. Über Video meldete sich von dort Base Commander Ingo Gerstmann direkt ins Forum der Schule wo voller Spannung bereits die Schulgemeinschaft wartete. Und es ging sogleich mit einem Rundgang durch die Station los: Vom Speiseraum – der sog. Messe – über die Umkleideräume, die Zimmer, die Krankenstation, den Fitnessbereich war alles dabei. Als besondere Überraschung wartete dann der tägliche Start des Wetterballons vom Turm der Station auf, der, einmal draußen, vom stürmischen Wind direkt mit fortgerissen wurde. Bei -20° C Außentemperatur auch für Herrn Gerstmann eine frostige Angelegenheit.
Im gut beheizten Wohnzimmer der Station wartete dann aber auch schon das Team der restlichen 7 Überwinterer, die bis November im ewigen Eis von der Außenwelt isoliert leben und arbeiten und sich den zahlreichen Fragen der Jugendlichen stellten. So war zu erfahren, dass das Eis unter der Station ca. 200 Meter dick ist, aber auf dem Wasser schwimmt. Auch um die Verpflegung braucht man sich bei Vorräten im Umfang von 48 Tonnen keine Sorgen zu machen, auf frisches Obst oder Gemüse muss das Team aber bis zum nächsten Sommer, also Ende des Jahres, warten.
Die Schaltung war ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis für alle Kinder und Erwachsenen, die auch gerne mal zwischendurch aus dem Forum heraus zum Südpol hin winkten und sich schließlich mit dem eigens komponierten „Neumayersong“ der Schule verabschiedeten:
Oh Neumayer, du hast die Welt bewegt,
mit Wind im Haar hast du Spuren gelegt.
Von Kibo bis zum Südpol so weit,
dein Forscherherz bleibt für die Ewigkeit.
Ein herzliches Dankeschön für diese unvergleichliche Aktion geht abschließend an die beiden Base Commander Ingo Gerstmann (Neumayer III) und Stefan Klemme (Neumayerschule), die mit großem Engagement und Begeisterung diese Aktion möglich gemacht und dafür gesorgt haben, dass dieser Schultag allen nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Wer jetzt Lust bekommen hat und neugierig geworden ist, kann das Überwinterungsteam unter anderem auf Instagram besuchen: https://www.instagram.com/winterer_neumayer_lll/
GvN-Themenwoche: Onkel Schorsch
Ein besonderes Highlight der Thementage anlässlich des 200. Geburtstags von Georg von Neumayer war am Mittwoch der Vortrag seiner Ur-Ur-Großnichte Dr. Daniela Neumayer-Hübner. Mit ihrem familiären Wissen sowie einer Lesung aus Neumayers Werk „Mein Prüfungsjahr“ eröffnete sie unserer Schulgemeinschaft sehr persönliche Einblicke in das Leben ihres berühmten Onkels „Schorsch“. Gleichzeitig verband sie diese mit spannenden Informationen über seine wissenschaftlichen Leistungen.
Georg von Neumayer wurde 1826 in Kirchheimbolanden geboren und gilt bis heute als einer der bekanntesten Bürger der Stadt. Er war nicht nur Seefahrer, sondern vor allem ein bedeutender Wissenschaftler. Seine Forschungen führten ihn unter anderem nach Australien, wo er in Melbourne ein Observatorium gründete und wichtige Beiträge zur Meteorologie sowie zur Navigation leistete. Später rief er in Hamburg die Deutsche Seewarte ins Leben, die als Vorläufer moderner Wetter- und Meeresforschung gilt.
Auch für die Polarforschung spielte Neumayer eine entscheidende Rolle und wird als einer ihrer Wegbereiter angesehen. Obwohl er selbst nie den Südpol erreichte, prägten seine Ideen und Planungen zahlreiche wissenschaftliche Forschungsprojekte nachhaltig.
Frau Dr. Neumayer-Hübner gelang es auf eindrucksvolle Weise, Geschichte und Zukunft miteinander zu verbinden. Sie ermöglichte einen lebendigen Blick auf den Menschen Georg von Neumayer und ließ so Georg von Neumayer für uns alle lebendig werden. Ein außergewöhnlicher und vielseitiger Mensch:
- ein Forscher und Abenteurer,
- dessen Wissbegierde ihn schon in jungen Jahren in die Ferne zog,
- der die Zusammenhänge der Erde immer besser verstehen wollte,
- ein Polytechniker mit breit gefächerten Interessen,
- dem die Sicherheit der Seefahrt ein großes Anliegen war,
- und dessen großer Traum – eine Reise zum Südpol – zwar für ihn unerfüllt blieb, für andere aber dank seiner Vorarbeit maßgeblich geprägt wurde.









